von Beat Pinggeli aus Davos

Koalas leben in Australien. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie dabei auf Bäumen, auf den sogenannten Eucalyptusbäumen. Wenn es nicht unbedingt sein muss, dann verlassen die Koalas ihre geliebten Bäume nicht und verweilen dort Tag und Nacht, und das über Jahre. Der Eucalyptusbaum ist deren Lebensgrundlage und mit jedem absterbenden Baum stirbt auch ein Koala.

In Südtirol gibt es zwar keine richtigen Koalas, dafür aber sogenannte „Eishockeykoalas“. Eishockeykoalas sind Leute, die sich dem Eishockey verschrieben haben. Sie leben praktisch fast Tag und Nacht für diesen Sport. Eishockey ist sozusagen deren Lebenselixier. Sie können nicht ohne Eishockey und Eishockey wohl nicht ohne sie.

Einer dieser „Eishockeykoalas“ ist mein Freund Kurt, für Dolomiten-Leser Kurt Platter. Als Steinegger wäre Kurt wohl eher prädestiniert fürs Western-Reiten oder für den Fußballsport, er aber ging einen anderen Weg. Kurt ist sozusagen „eishockeykrank“.

Eishockey ist für den Kurt kein Beruf, sondern eine Berufung. Beinahe stündlich redet er, täglich berichtet er, wöchentlich diskutiert er und monatlich analysiert er diesen Sport. Und er macht das auf eine Art und Weise, dass Emotion und Begeisterung für diesen Sport dabei immer im Mittelpunkt stehen.
Kurt ist kein Mensch der leisen Töne. Er provoziert gerne und musste dafür in der Vergangenheit auch einige Watschen einstecken. Je tiefer die Nacht,desto unberechenbarer wird Kurt. Ihm wurde sogar vorgeworfen, seine Stimme bei Fernsehberichten sei zu monoton. Das soll aber niemanden verwundern, wendet er seine ganze Energie doch fürs Schreiben auf.

Kurt ist ein guter Mensch, denn er hat verstanden, dass er eine Pustererin heiraten muss um glücklich zu werden. Und er hat es in seinen Berichten über den HC Pustertal stets verstanden, die Eishockeyherzen der Pusterer Fans zu berühren. Dafür sind ihm viele Bewohner des „grünen Tals“ dankbar.

Ich wünsche meinen Freunden Kurt und Rosi auf diesem Wege Alles Gute für Ihren gemeinsamen Weg und vergesst bitte eines nicht: seid gut zueinander, denn gute Menschen kommen in den (Eishockey-)Himmel!