von Beat Pinggeli aus Davos

Der Roman Erlacher hat es geschafft!!!!

Nach 12 schwierigen, ja teilweise unzumutbaren Jahren, hat es der – jetzt ehemalige – Präsident des HC Pustertal als einer der ganz wenigen Vereinsvorsitzenden geschafft, einen Verein an seinen Nachfolger zu übergeben mit der Gewissheit, dass es dem Verein heute besser geht als je zuvor. Mit seiner Begeisterung und Leidenschaft für den Eishockeysport hat der Roman viele Unternehmer und Freunde in seinem Umfeld angesteckt und sie für den Verein, seinen HC Pustertal, gewonnen. Er war praktisch ein mit Eishockey infizierter Mosquito, gegen den es so gut wie keinen Impfstoff gab.

Roman Erlacher war ein richtiges Arbeitstier, im Eishockey würde man sagen ein „Power Forward“. Fast täglich traf man ihn im Eishockeystadion, der Leitner Solar Arena und gekümmert hat er sich in den vergangenen 12 Jahren um fast alles. Dazu zählten die Erarbeitung von Konzepten für Sponsoren und die Verhandlungen mit Spielern genau so wie die Bestellung von Spielersocken und Trikots. Er nahm an Sitzungen von Lega und Verband teil und stellte sich geduldig den Interviews der Presse. Dabei wissen viele Leute nicht, dass es im Leben des Roman nicht nur den Eishockeysport gibt. Er ist ein hervorragender Skifahrer und Skilehrer und früher war er als überaus erfolgreicher Skitrainer bekannt. Ist er nicht grad im Eisstadion, dann trifft man ihn in seinem Hotel oder auf dem Rennrad.

Wenn ihm in seiner Präsidentenkarriere etwas zum Verhängnis wurde, dann war es höchstens seine Gutmütigkeit oder Gutgläubigkeit, aber wer den Roman kennt, der weiß, dass auch er aus Fehlern gelernt hat und dies merkte man ihm vor allem in den letzten Wochen und Monaten seiner Amtszeit an. „Abgeklärter und schlauer ist er geworden, der Roman…“ hört man heute aus seinen Kreisen.

Dabei hat es der Roman nicht immer leicht gehabt und viele bittere Momente miterlebt. Wenn man im Eishockey von „Butterfly-Goalies“ spricht, dann müsste man ihn einen „Stand-Up-President“ nennen. Es gab Zeiten, in denen sah man sein Gesicht öfters in lokalen Tageszeitungen als im Eishockeystadion. Sein sonst so überzeugendes „SUPER, SUPER!“ hatte manchmal einen etwas bitteren Nachklang, vor allem in der Zeit, als die Probleme mit der Steuerbehörde auftauchten.

All das war für den Roman und für sein Umfeld sicher nicht immer angenehm, doch mit der Zeit hat auch er sich ein Beispiel an den Politikern genommen und sich selbst eine Elefantenhaut „verschrieben“, damit der ein oder andere Rückschlag auch mal von ihm abprallen konnte. Er hat verstanden, dass man als oberster Vertreter eines Vereins eine „Watschn“ fast schon als Kompliment für die gute geleistete Arbeit auffassen konnte und wer ihn kennt, der weiß, dass er diese 12 Jahre nie bereuen würde.

Als die Seele des HC Pustertal am vergangenen Freitag um ca. 20.30 Uhr von seinem Amt des Präsidenten des HC Pustertal abtrat um es an seinen Nachfolger Andreas Leitner zu übergeben, da wird in vielen Pusterer Köpfen wohl ein Satz herumgeschwirrt sein….“Endlich kann er wieder schlafen, der Roman…“

DANKE ROMAN!!!!